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Aktuelles

Die Pflegi – ein Haus der Emanzipation und Spitzenmedizin für Frauengesundheit

25. August 2026

lesezeit

6 min

Drei Frauen, eine Vision und ein Erbe, das bis heute nachwirkt. Die legendäre «Pflegi» brachte die moderne Pflege in die Schweiz. Doch wie viel Pionierinnengeist steckt heute noch in unserer Gesundheitsversorgung? Unsere gestrige Jubiläumsfeier hat gezeigt: Die Fragen von damals sind aktueller denn je.

Was für ein inspirierendes Erbe! 

1896 forderte die junge Chirurgin Anna Heer am ersten Schweizer Frauenkongress in Genf eine Professionalisierung der Pflegeausbildung – inspiriert von Florence Nightingale. 1901 eröffneten Anna Heer und Oberin Ida Schneider gemeinsam mit Marie Heim-Vögtlin, der ersten Schweizerin mit einem Medizinstudium, das Spital und die Pflegerinnenschule am Römerhof.

Drei Pionierinnen bauten ein Spital von Frauen für Frauen auf: Mit Mut, Weitsicht und enormem Engagement.

Die Schweizerische Pflegerinnenschule, kurz «Pflegi», war weit mehr als eine Ausbildungsstätte. Die Pflegi ermöglichte Frauen eine anerkannte, professionelle und bezahlte Tätigkeit und brachte die moderne Pflege in die Schweiz. Gleichzeitig schloss sie wichtige Lücken in der Gesundheitsversorgung und in der beruflichen Bildung von Frauen.

  • Podiumsdiskussion mit vier Frauen auf einer Bühne, Mikrofon und Tisch mit Wasserflaschen; im Hintergrund eine große Projektionsleinwand.
  • Podiumsdiskussion in einem Veranstaltungsraum: mehrere Personen sitzen am Tisch mit Mikrofonen, Publikum im Vordergrund, Projektor und Leinwand im Hintergrund, Blumenstrauß auf dem Tisch.

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Vom Erbe zur Zukunft: Der Pionierinnengeist lebt weiter

Auch wenn es die Pflegi heute so nicht mehr gibt, lebt ihr Pionierinnengeist weiter: Durch die Fusion mit dem damaligen Spital Neumünster ist ihr Erbe heute Teil der Gesundheitswelt Zollikerberg. 1998 zogen Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie aus der Stadt nach Zollikerberg. Noch heute arbeiten spezialisierte Fachkräfte aus der Pflegi in der Gesundheitswelt Zollikerberg.

An der gestrigen Jubiläumsfeier in den Räumlichkeiten der ehemaligen Personal-Turnhalle wurde zurückgeblickt, gelacht und gleichzeitig intensiv über die Zukunft diskutiert. Beiträge von Dr. Christine Bigler, Verena E. Müller, Katharina Kull und Sabina Decurtins eröffneten spannende Perspektiven auf die Grundversorgung und ihre Herausforderungen:

  • Wo bestehen heute noch Lücken in einer inklusiven Gesundheitsversorgung?
  • Wo braucht es mehr Forschung?
  • Wie müssen sich Pflege und Medizin weiterentwickeln, damit Menschen noch besser behandelt und betreut werden?

Die Take-Home-Message war klar: Wer oder was nicht berücksichtigt wird, wird übersehen – in der medizinischen Behandlung ebenso wie in der Forschung. Nicht auf alle neugierigen Fragen des Publikums gab es klare Antworten. Aber genau darin liegt vielleicht eine der wichtigsten Botschaften dieses Abends: Fortschritt beginnt mit dem Mut, Fragen zu stellen. 

Der Pionierinnengeist der Gründerinnen ist in der Gesundheitswelt Zollikerberg bis heute spürbar: Im Willen, Bestehendes zu hinterfragen, die richtigen Angebote zu entwickeln und interdisziplinär zusammenzuarbeiten.

Alles Gute zum 125-Jahr-Jubiläum, liebe Pflegi! 
Danke für diesen wichtigen Grundstein einer inklusiven Gesundheitsversorgung – und für den Pioniergeist, der bis heute in uns weiterlebt.

 

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